Gute Arbeit für Alleinerziehende

Thema: Politik

„Man sollte nicht nur die Defizite der Alleinerziehenden sehen, sondern auch, welche Kompetenzen sie haben“, betonte Dr. Irene Vorholz, Sozialexpertin des Deutschen Landkreistages auf der heutigen Auftaktveranstaltung des Ideenwettbewerbes „Gute Arbeit für Alleinerziehende“ vor rund 150 Teilnehmer/innen in Berlin. Der Ideenwettbewerb wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales Anfang Mai mit dem Ziel gestartet, die Situation Alleinerziehender, die auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende angewiesen sind, zu verbessern, damit sie in einer höheren Maße als bisher am Arbeitsmarkt teilnehmen können. Denn 40 Prozent der Alleinerziehenden in Deutschland sind auf Hartz IV angewiesen.

Insgesamt stellt der Bund 60 Millionen Euro aus europäischen- und Bundesmitteln zur Verfügung und auf der heutigen Veranstaltung wurden die besten Projekte aus den insgesamt 300 Projektvorschlägen bekannt gegeben.

Die gute Nachricht ist, dass 79 Projekte auf lokaler und regionaler ausgewählt wurden – mehr als ursprünglich geplant. Damit werden sehr unterschiedliche Projekte gefördert, die nachhaltig zur Aktivierung, Integration in Erwerbstätigkeit oder sozialen und beschäftigungsbezogenen Stabilisierung von sog. hilfebedürftigen Alleinerziehenden beitragen.

Vor allem junge alleinerziehende Mütter können von den Maßnahmen profitieren, die vor oder während der Berufsausbildung ansetzen. Doch warum hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit dem Ideenwettbewerb so lange gewartet?