Solo-Mutter (39 J.) seit vier Jahren mit Sohn (8 J.), Vollzeit berufstätig

Solo-Mutter (39 J.) seit vier Jahren mit Sohn (8 J.), Vollzeit berufstätig

Wenn alles gut läuft, keine Krankheiten, Schul-Ausfälle oder unvorhergesehene Schwierigkeiten auftauchen – dann ist alles gut. Wir sind ein fröhliches Duo, können unsere Zweisamkeit intensiv genießen, und ich habe mich inzwischen zur Weltmeisterin im Organisieren entwickelt. Doch wenn meine Kraft aushakt, der Stress überhand nimmt, zeigt sich wie fragil mein System ist. Dann muss ich mich eisern beherrschen, um nicht in Panik auszubrechen: dass mir alles über den Kopf wächst, dass ich auf Dauer nicht durchhalte, es allein nicht schaffe, uns beide zu ernähren und glücklich zu machen. Ich bin sehr stolz auf meinen Sohn, weil ich sehe, dass er an den Belastungen unseres Alltags auch wächst und für seine Persönlichkeit profitiert.

Trotzdem wünsche ich mir für ihn vor allem eine glückliche Kindheit und ein fröhliches Heranwachsen. Ich will mit ihm Spaß haben, muss aber merken, dass mir zum Lachen häufig die Kraft fehlt oder ich es einfach vergesse. Auf der anderen Seite lerne ich durch unsere Situation bewusst auf mich zu achten und für mich da zu sein – sonst tut es ja keiner. Ich wünsche mir unser Leben nicht unbedingt anders, aber oft leichter.

 

Foto: Angela Jagenow (www.flickr.com/photos/vamv)

Das Portrait wurde uns freundlicherweise von der Redaktion der Zeitschrift Bambolino zur Verfügung gestellt.

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