Schule ohne Internet wäre schwerer

Ich bin 15 Jahre alt und bereite mich momentan auf meinen MSA vor. In der Vorbereitung nutze auch das Internet, um zu lernen oder Dinge nachzulesen. Seit zwei Jahren habe ich auch einen Facebook Account. Den nutze ich, um mich mit Freund/innen auszutauschen. Meine Kontakte habe ich in Gruppen eingeteilt, eine ist die mit meinen Schulfreund/innen und Klassenkamerad/innen.

Bis vor kurzem gehörte meine Mutter auch zu meinen Facebook-Kontakten, aber vor eine paar Wochen haben wir beschlossen unsere Facebook-Freundschaft zu kündigen. Es hat mich nämlich immer ein wenig genervt, dass meine Mutter Posts kommentieren konnte, die ich eigentlich an einen Freund gerichtet hatte. Ich muss meiner Mutter nichts verheimlichen, aber das fand ich nicht so angenehm. Wer sich in Social Communitys anmeldet, sollte darauf achten, welche persönlichen Angaben er/sie macht und bei den Privatsphäreeinstellungen nachschauen, was wem zugänglich gemacht wird. Telefonnummer und Adresse sollten z.B. nicht öffentlich ersichtlich sein. Meiner Erfahrung nach wissen Jugendliche da oft besser Bescheid als ihre Eltern - auch ich habe meiner Mutter erklärt worauf sie achten muss.

Auch mein Klassenlehrer ist bei Facebook, was für uns Schüler/innen ganz praktisch ist. Viele Lehrer/innen an meiner Schule haben Vorurteile gegen Internet und Web 2.0. Dabei ist Facebook sehr gut, um sich mit anderen zu Hausaufgaben auszutauschen. Ich glaube, dass viele Lehrer/innen sich einfach bloß nicht genug auskennen und gar nicht genau wissen, wie gut man es nutzen kann. Ohne Internet wäre Lernen viel schwerer.

Letztes Jahr habe ich ein Betriebspraktikum beim „bit21“ gemacht, die sich mit Themen wie Medienkompetenz auseinandersetzen. Auch meine Mutter macht zur Zeit eine Fortbildung zu dem Thema. Im Sommer wollen wir zusammen einen Workshop für den VAMV Landesverband Berlin anbieten. Da soll es auch um die JIM- und KIM-Studie gehen.

Ich denke, dass für meinen späteren Beruf die Nutzung von Internet und Web 2.0. unerlässlich ist, denn es gibt schließlich kaum mehr einen Beruf, in dem es einem nicht zugute kommt.

Jannik S.