Neues von „7% für Kinder“: Angela Merkel antwortet…aber nicht so richtig

Thema: Kind | Steuern

Ex-Fußballprofi Manni Kaltz unterstützt die Initiative „7% für Kinder“ aktiv und setzt sich gemeinsam mit den Kooperationspartner/innen  (AGF, Deutsches Kinderhilfswerk und Jako-O) für den reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent auf Produkte- und Dienstleistungen für Kinder ein. Im Rahmen des Bürgerdialogs der Bundesregierung richtete er daher per Videobotschaft eine Frage an die Kanzlerin Angela Merkel: Warum setzt sich die Bundesregierung nicht dafür ein, dass auf Kinderprodukte nur ein reduzierter Mehrwertsteuersatz erhoben wird, damit Familien in Deutschland finanziell entlastet würden, wollte er wissen.

Kürzlich nahm die Bundeskanzlerin auf dem You Tube Kanal der Bundesregierung Stellung zur Frage des Ex-Fußballer und räumte sogar Unausgewogenheiten des deutschen Mehrwertsteuersystems ein. Es sei in der Tat nicht immer nachvollziehbar und oft sogar unlogisch. Viele dieser Ungereimtheiten seien historisch gewachsen und nur schwer zu erklären.

Diese zunächst diplomatisch („Das ist in der Tat nicht ganz systematisch.“) anmutende Antwort wurde jedoch sogleich der Ausweg aus der für die Kanzlerin unangenehmen Situation, konkret auf die Frage von Manfred Kaltz antworten zu müssen. Obendrein argumentiert sie mit Schreibwaren und Kinderkleidung, die auch von Erwachsenen genutzt würden, ohne jedoch darauf hinzuweisen, dass man selbstverständlich auch umgekehrt argumentieren könnte: Viele Jungs haben bereits mit 14 so große Füße, dass sie in der Erwachsenenabteilung einkaufen müssen. Stattdessen weist die Kanzlerin darauf hin, dass vieles bereits reduziert sei, wie etwas Lebensmittel, Kulturelles, Zeitungen und einiges mehr.

Dass grundlegende Artikel des täglichen Bedarfs nur mit 7 Prozent besteuert werden begrüßt „7% für Kinder“ selbstverständlich, für die Entlastung von Familien mit Kindern reicht dies jedoch nicht aus.

Ein konkrete Antwort blieb die Kanzlerin dem prominenten Fragesteller und mindestens 42.000 weiteren Bundesbürger/innen (Stand der Unterschriftenliste bis dato: 42635) also schuldig. Stattdessen gibt sie wiederholt zu verstehen, dass diese Unterschiede nicht logisch erklärbar, sondern historisch gewachsen seien. Es klingt fast wie eine Entschuldigung. Eine richtige Antwort wäre allerdings sinnvoller gewesen.

Hier geht’s zum Video mit der Antwort von Angela Merkel.